how_to_transfer_a_virtual_hdd_to_a_real_one(37) Sprache: Deutsch


Eine virtuelle Festplatte auf eine reale übertragen

----------------------------------------------------------------------[ Meta ]--

name		how_to_transfer_a_virtual_hdd_to_a_real_one
section		37
description	Eine virtuelle Festplatte auf eine reale übertragen
tags		copy
encoding	utf8
compliance	public
lang		de
creation	2014/08/13 21:25:08
version		1.0.0.0
copyright	Copyright (c) 2014 Ma_Sys.ma.
		For further info send an e-mail to Ma_Sys.ma@web.de.

--------------------------------------------------------------[ Beschreibung ]--

Beim Ma_Sys.ma trat letztens das Problem auf, dass eine virtuelle Windows XP
Service Pack 3 Installation auf ein vorhandenes Notebook übertragen werden
sollte. Erschwerden kommt hinzu, dass die virtuelle Maschine auf einem anderen
Computer vorlag.

Im tatsächlichen Anwendungsfall stellte sich leider heraus, dass das Windows XP
Setup auf dem Laptop die Festplatte nicht erkannte, was alle Bemühungen zu
Nichte machte: Also sollte man dies vorher testen. Dabei reicht es, wenn man bis
zur Fetsplattenpartitionierung kommt.

Weitere Voraussetzung ist es, dass das Virtualisierungsprogramm das einbinden
physikalischer Festplatten in die virtuelle Maschine ermöglicht. Der virtuelle
Computer muss außerdem zunächst heruntergefahren werden.

Um diesen Trick nachzuvollziehen, sollte man zumindest Linux und Windows
Basiskentnisse (insbesondere auf der Konsole) haben.

Wenn man das gecheckt hat, kann es los gehen:

Idee
     Es soll mit dem Linux Programm `dd` die virtuelle auf die reale Festplatte
     kopiert werden. Dazu wird Linux von einer virtuellen DVD im virtuellen
     Computer gestartet, in den die "`reale"' Festplatte eingebaut wurde.

 01. Zunächst sollte man auf dem Laptop alle wichtigen Daten sichern. Dann gilt
     es, die Festplatte auszubauen, was im konkreten Anwendungsfall relativ
     leicht gelang.
 02. Die Festplatte ist an den Computer mit der virtuellen Maschine
     anzuschließen. Man sollte jetzt, mit einem Werkzeug wie "`GParted"' die
     Laptop Festplatte formatieren. Am besten mit dem gleichen Dateisystem,
     welches auch das virtuelle System hat -- es sollte allerdings auch mit
     einem anderen Datisystem gehen.
 03. Nun sollte man die Festplatte in der virtuellen Maschine "`einbauen"'. Es
     ist hilfreich zu testen, ob sie dort erkannt wird und eventuell im
     virtuellen Betriebssystem nachzusehen, dieses aber danach wieder
     herunterzufahren.
 04. Jetzt sollte man in die virtuelle Maschine eine MDVL DVD einlegen, dabei
     eignet sich ein ISO-Image hervorragend, weil dieses deutlich schneller
     startet, als eine tatsächliche DVD.
 05. Der virtuelle Computer, der nun zwei Festplatten und eine MDVL DVD enthält,
     sollte nun von der DVD bzw. dem Image gestartet werden. Dann gilt es,
     im virtuellen live Linux herauszufinden, welche Festplatte die
     Zielfestplatte und welche die Quellfestplatte ist. Dazu ist eine grafische
     Oberfläche nicht unbedingt nötig, aber auch nicht hinderlich. Hilfreich
     sind dabei die Kommandos `sudo -s`, mit dem man zunächst Root Rechte
     bekommt, dann `mount [device]` um eine Festplatte zu mounten (z.\,B. unter
     `/mnt`). Mit `ls` kann dann überprüft werden, welche Dateien sich auf der
     jeweiligen Festplatte befinden. Wichtig: Man sollte sich absolut sicher
     sein, welche die reale und welche die virtuelle Festplatte ist -- es drohen
     sonst Datenverluste im virtuellen Betriebssystem!
 06. Als nächstes muss man die Festplatten wieder "`unmounten"' (auch im
     tatsächlichen System, das den virtuellen Computer beherbergt -- hier sollte
     das aber schon vorher passiert sein).
 07. Dann gilt es das Kommando `dd if=ORGINAL of=ZIEL` auszuführen. Dabei muss
     `ORGINAL` die virtuelle Festplatte (z.\,B. `/dev/sda`) und `ZIEL` die
     Laptop Festplatte (z.\,B. `/dev/sdb`) sein. Wichtig: Hier werden nicht
     Partitionen (wie `/dev/sda1`) kopiert, sondern ganze Festplatteninhalte --
     inklusive allem!
 08. Die Ausführung des Kommandos kann eine ganze Weile dauern, sollte aber
     irgendwann fertig sein. Wenn man die Laptop Festplatte über einen Adapter
     angeschlossen hat, sollte man sehen, dass dort kontinuierlich Daten
     geschrieben werden.
 09. Als nächstes muss der virtuelle Computer heruntergefahren und die
     Festplatte wieder in dne Laptop eingebaut werden.
 10. Dann muss man den Laptop von einer Windows XP Setup CD starten und die
     Reparaturinstallation auswählen. In der Praxis ist das Ma_Sys.ma an diesem
     Schritt gescheitert -- alles weitere ist also Spekulation.
 11. Nach der Reparaturinstallation ist unter Umständen eine weitere Aktivierung
     nötig, Windows XP sollte dann aber auf dem Laptop laufen.

Was nützt uns dieser Trick
     Außer im beschriebenen Szenario, nützt dieser Trick auch noch unter anderen
     Umständen: Man kann z.\,B. so auch aus einer realen eine virtuelle
     Festplatte machen. `dd` eignet sich noch für viele Weitere 1:1
     Kopieraktionen. Deshalb ist dieser Trick vielseitig anwendbar.


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