oblivion(36) Sprache: Deutsch


The Elder Scrolls IV: Oblivion

----------------------------------------------------------------------[ Meta ]--

name		oblivion
section		36
description	The Elder Scrolls IV: Oblivion
tags		oblivion
encoding	utf8
compliance	public
lang		de
attachments	s1.png s2.png s3.png s4.png
creation	2014/08/12 01:36:54
version		1.0.0.0
copyright	Copyright (c) 2014 Ma_Sys.ma.
		For further info send an e-mail to Ma_Sys.ma@web.de.

--------------------------------------------------------------[ Beschreibung ]--

Oblivion ist der vierte Teil der "`The Elder Scrolls"' Serie. Dabei handelt es
sich um ein offline-Rollenspiel, bei dem man -- ähnlich wie bei Metin2 -- seinen
Character nach und nach mit Gegenständen und Fähigkeiten verstärkt. Anders als
bei den meisten Rollenspielen, werden die Fähigkeiten automatisch verbessert, je
häufiger man sie einsetzt.

Ähnlich wie beim in minecraft(36) beschriebenen Minecraft-Test ist dieser
Bericht nicht vollständig: Das Spiel ist dermaßen komplex, dass es ganze Wikis
über jede, noch so kleine, Feinheit des Spieles gibt. Die Seite
url(http://www.uesp.net/) sei hier erwähnt: Sie bietet detaillierte
Informationen zu den neueren The Elder Scrolls Teilen und war auch als
Nachschlagewerk für diesen Test und wärend des Spieles sehr hilfreich.

Das Spiel beginnt in einer tristen Gefängnisszene, vor der man erstmal (für die
Serie typisch) ausführlich das Aussehen des Characters und seine "`Rasse"'
festlegt -- alle Rassen sind humanoid, bieten aber den Rahmen für Aussehen und
erleichtern/erschweren die Entwicklung einiger Fähigkeiten und profitieren
außerdem (im weiteren Verlauf des Spieles aber nicht allzu entscheidend) von
kleinen Sonderfähigkeiten. Durch weitere Einstellungen werden noch weitere -- im
Test ebenfalls nicht allzu relevante, aber insbesondere am Anfang nützliche --
Sonderfähigkeiten festgelegt.

{\img{s1.png}{Oblivion Wald mit Turm im Hintergrund}}

Die virtuelle Welt von Oblivion ist gigantisch und es gibt eine Erweiterung
"`Shivering Isles"', die eine weitere, ebenfalls große (aber nicht ganz so
riesige) Welt hinzufügt. Markante Gebilde, wie die Hauptstadt, sieht man von
Bergen und anderen Erhebungen auch aus der Ferne, was ein Gefühl von der
riesigen Landschaft vermittelt (vgl. Screenshot oben). Das Rollenspiel ist auch
sonst aufwändig gestaltet: Es gibt verschiedene, unterschiedlich starke,
Waffenmaterialen, die man im Laufe des Spiels bekommen kann. Dadurch, dass die
Rüstungstärke auf den Wert 85 limitiert ist, kann man später aber auch andere
Materialien als das Beste einsetzen und dennoch die vollständige Rüstungsstärke
erzielen.

Neben der (leider nicht allzu spannend erzählten) Hauptstory, in der man
generetypsich die Welt retten muss, indem man gleichermaßen gegen Monster und
humanoide Gegner kämpft, gibt es für jede der fünf großen Gilden ebenfalls sehr
ausgedehnte Quests: Kämpfergilde, Magiergilde, Diebesgilde, Dunkele Bruderschaft
(eine "`Attentätergilde"') und die Arena-Gilde, stellen den Spieler vor weitere
Herausforderungen, wobei insbesondere die Quests der "`illegalen"' Gilden
(Diebesgilde und dunkle Bruderschaft) gut gelungen sind. Zusätzlich gibt es eine
Fülle von Nebenquests, die man auch nach über hundert Spielstunden noch nicht
alle abgeschlossen hat: Einige davon haben ein System, z.\,B. die überall zu
findendenden "`Daedra-Schreine"', die jeder einen eigenen Quest haben -- andere
sind über die ganze Welt (insbesondere aber in den Städten) verteilt.

Das Spiel hat stellenweise kleine Probleme mit der Balance: Alle Gegner leveln
mit, d.\,h. werden immer stärker und man muss mit seinem Character versuchen,
schneller als die Gegner zu leveln: Gelingt es einem nicht, wird der normale
Schwierigkeitsgrad fast unspielbar schwer und man muss an einigen Situationen
den Schwierigkeitsgrad herunterstellen. Dies kam im Test tatsächlich vor, ließ
sich aber zum Glück noch über dannach konsequent "`korrektes"' Leveln
einigermaßen korrigieren: Auch in Oblivion kann man nämlich die Verteilung
einiger Attribute selbst regeln: Wenn man ein Level aufsteigt muss man -- um das
Level zu "`aktivieren"' (und damit auch die Gegner schwerer zu stellen) -- noch
entscheiden, welche Attribute man verbessert: Die, die man besonders häufig
eingesetzt hat, lassen sich gleich um mehrere Punkte verbessern. Weil damit auch
die Gegner immer besser werden, gibt es sogar eine Spielmethode (die allerdings
in einigen Situationen Probleme bereitet), bei der man das ganze Spiel über nur
Level 1 oder 2 ist. Leider ist es -- obwohl prinzipiell Vorgesehen -- nicht
wirklich möglich, das ganze Spiel als Bogenschütze und Fernkämpfer zu
bestreiten: Insbesondere am Anfang ist diese Vorgehensweise, wegen begrenzter
Pfeilemenge, praktisch unmöglich (später hat man zu viel Geld, um alles sinvoll
auszugeben). Mit einer von einem Bekannten herausgefundenen Methode kann man
aber auch -- fast egal wie schlecht man ist -- immer gewinnen: Es ist möglich,
eigene Gegenstände mit magischen Effekten zu verzaubern. Auf diese Weise lässt
sich eine Rüstung so verzaubern, dass man zu 100\,\% transparent erscheint und
damit unsichtbar ist: Die Gegner bemerken einen nicht mehr und man kann alle
Kämpfe ohne Schaden mit der schlechtesten Rüstung überleben: Dies funktioniert
nur an sehr wenigen Stellen nicht: z.\,B. muss man am Ende der Hauptstory einen
NPC beschützen, der stirbt, wenn man zu langsam gegen die Gegner kämpft. Ein
ebenfalls an vielen Stellen hilfreicher Lösungsansatz ist "`Durchrennen"': Man
kann tatsächlich auch einfach nur die Gegner besiegen, die man umbedingt muss
und an allen Anderen vorbeirennen.

{\img{s2.png}{Das Innere eines Oblivion Hauses}}

Das RPG ermöglicht einige Feinheiten, bleibt hier aber prinzipiell hinter den
Möglichkeiten moderner Rollenspiele zurück: Man kann sich Häuser in den
verschiedenen Städten kaufen, dort Items ablegen und die Einrichtungsgegenstände
dem eigenen Geschmack entsprechend platzieren, was allerdings ein enormer
Aufwand und mit größeren Möbeln nicht möglich ist, weil man keine dazu passende
Steuerung hat und weil die Bewegung von Gegenständen ohne speziellen
"`Telekinesezauber"' umständlich und nicht für genaue Arbeiten ausgelegt ist.
Außerdem kann man sich ein Pferd kaufen, wobei aber nur ein Einziges den
unverzichtbaren Vorteil hat, unsterblich zu sein -- alle anderen Pferde fallen
im ersten, ernsthaften Kampf und sind daher die (ingame durchaus teure
Investition) nur selten Wert.

{\img{s3.png}{Graue Stadtszene aus Oblivion}}

Ohne Mods oder Erweiterungen wirkt das Spiel "`typsich Europäisch"': Die
Rüstungen (insbesondere die Stärkeren) sehen -- anders als bei z.\,B. Torchlight
oder Metin2 -- ziemlich klobig aus und viele Teile des Spieles muten ähnlich an:
Die Städte sind ziemlich grau (Der Screenshot zeigt hier ein typisches
Beispiel), wärend im größten Teil der Natur ein blasser Grünton vorwiegt. Die
Erweiterung "`Shivering Isles"' ist da eine humorvollere Ergänzung, deren
Hauptquest daher wesentlich mehr Spaß macht und durch ihre an einigen Stellen
verschlungene düstere und an anderen Stellen farbenprächtige helle Natur die
Möglichkeiten einer virtuellen Natur fast schon übertreibt, was dem
Spiel -- insbesondere unter Betrachtung des Restes -- sehr zu Gute kommt.

{\img{s4.png}{Eine Landschaft aus den Shivering Isles bei Nacht}}

Zusätzlich zu den extra kostenden offiziellen Erweiterungen, gibt es eine
riesige Menge von Community-Mods, die das Spiel praktisch beliebig erweitern: Es
gibt hunderte Rüstungs- und Waffenmods, die nicht die Balance zerstören, sondern
die vorhandenen Rüstungen grafisch aufwerten, NPC Rüstungen und Waffen für
Spieler verfügbar machen oder gar komplett eigene Designs enthalten: Diese
können von der virtuellen "`Verarbeitungsqualität"' mit den Originalen locker
mithalten und sind nicht selten wesentlich aufwändiger und besser gestaltet.
Auch weitere Nebenquests können im Internet zu Hauf gefunden werden: Dabei
brachten im Test mit Wine unter Linux Einige auch das Spiel zum Absturz und
führten bei Spielständen, die mit aktiviertem Mod gespeichert wurden, beim
Laden -- selbst bei wieder deaktiviertem Mod -- zum Absturz. Vor dem Einsatz von
Mods sind also Datensicherungen angesagt und man sollte wärend dem Testen eines
Mods nicht die normalen Quests fortführen, sondern sich auf den Quest des Mods
konzentrieren. Auch der Einsatz von zu vielen Mods, führt zu häufigen Abstürzen.
Wer auf der Suche nach Mods ist, dem konnte man früher gut
`http://planetelderscrolls.com` empfehlen. Mittlerweile muss man wohl auf die
noch größere Plattform TESNexus(http://www.nexusmods.com/oblivion/) ausweichen,
die zum Download größerer Dateien aber einen Login erfordert.

Das Ma_Sys.ma hat auch einen eigenen "`Hausmod"' eintwickelt (ein Mod, der das
Spiel um eine zusätzliche Wohngelegenheit zum Ablegen von Items oder Aktivieren
eines neuen Levels erweitert: ayleid_ruin(34).


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