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The Elder Scrolls IV: Oblivion

Beschreibung

Oblivion ist der vierte Teil der The Elder Scrolls Serie. Dabei handelt es sich um ein offline-Rollenspiel, bei dem man – ähnlich wie bei Metin2 – seinen Character nach und nach mit Gegenständen und Fähigkeiten verstärkt. Anders als bei den meisten Rollenspielen, werden die Fähigkeiten automatisch verbessert, je häufiger man sie einsetzt.

Ähnlich wie beim in minecraft(36) beschriebenen Minecraft-Test ist dieser Bericht nicht vollständig: Das Spiel ist dermaßen komplex, dass es ganze Wikis über jede, noch so kleine, Feinheit des Spieles gibt. Die Seite http://www.uesp.net/ sei hier erwähnt: Sie bietet detaillierte Informationen zu den neueren The Elder Scrolls Teilen und war auch als Nachschlagewerk für diesen Test und wärend des Spieles sehr hilfreich.

Das Spiel beginnt in einer tristen Gefängnisszene, vor der man erstmal (für die Serie typisch) ausführlich das Aussehen des Characters und seine Rasse festlegt – alle Rassen sind humanoid, bieten aber den Rahmen für Aussehen und erleichtern/erschweren die Entwicklung einiger Fähigkeiten und profitieren außerdem (im weiteren Verlauf des Spieles aber nicht allzu entscheidend) von kleinen Sonderfähigkeiten. Durch weitere Einstellungen werden noch weitere – im Test ebenfalls nicht allzu relevante, aber insbesondere am Anfang nützliche – Sonderfähigkeiten festgelegt.

Oblivion Wald mit Turm im Hintergrund
Oblivion Wald mit Turm im Hintergrund

Die virtuelle Welt von Oblivion ist gigantisch und es gibt eine Erweiterung Shivering Isles, die eine weitere, ebenfalls große (aber nicht ganz so riesige) Welt hinzufügt. Markante Gebilde, wie die Hauptstadt, sieht man von Bergen und anderen Erhebungen auch aus der Ferne, was ein Gefühl von der riesigen Landschaft vermittelt (vgl. Screenshot oben). Das Rollenspiel ist auch sonst aufwändig gestaltet: Es gibt verschiedene, unterschiedlich starke, Waffenmaterialen, die man im Laufe des Spiels bekommen kann. Dadurch, dass die Rüstungstärke auf den Wert 85 limitiert ist, kann man später aber auch andere Materialien als das Beste einsetzen und dennoch die vollständige Rüstungsstärke erzielen.

Neben der (leider nicht allzu spannend erzählten) Hauptstory, in der man generetypsich die Welt retten muss, indem man gleichermaßen gegen Monster und humanoide Gegner kämpft, gibt es für jede der fünf großen Gilden ebenfalls sehr ausgedehnte Quests: Kämpfergilde, Magiergilde, Diebesgilde, Dunkele Bruderschaft (eine Attentätergilde) und die Arena-Gilde, stellen den Spieler vor weitere Herausforderungen, wobei insbesondere die Quests der illegalen Gilden (Diebesgilde und dunkle Bruderschaft) gut gelungen sind. Zusätzlich gibt es eine Fülle von Nebenquests, die man auch nach über hundert Spielstunden noch nicht alle abgeschlossen hat: Einige davon haben ein System, z. B. die überall zu findendenden Daedra-Schreine, die jeder einen eigenen Quest haben – andere sind über die ganze Welt (insbesondere aber in den Städten) verteilt.

Das Spiel hat stellenweise kleine Probleme mit der Balance: Alle Gegner leveln mit, d. h. werden immer stärker und man muss mit seinem Character versuchen, schneller als die Gegner zu leveln: Gelingt es einem nicht, wird der normale Schwierigkeitsgrad fast unspielbar schwer und man muss an einigen Situationen den Schwierigkeitsgrad herunterstellen. Dies kam im Test tatsächlich vor, ließ sich aber zum Glück noch über dannach konsequent korrektes Leveln einigermaßen korrigieren: Auch in Oblivion kann man nämlich die Verteilung einiger Attribute selbst regeln: Wenn man ein Level aufsteigt muss man – um das Level zu aktivieren (und damit auch die Gegner schwerer zu stellen) – noch entscheiden, welche Attribute man verbessert: Die, die man besonders häufig eingesetzt hat, lassen sich gleich um mehrere Punkte verbessern. Weil damit auch die Gegner immer besser werden, gibt es sogar eine Spielmethode (die allerdings in einigen Situationen Probleme bereitet), bei der man das ganze Spiel über nur Level 1 oder 2 ist. Leider ist es – obwohl prinzipiell Vorgesehen – nicht wirklich möglich, das ganze Spiel als Bogenschütze und Fernkämpfer zu bestreiten: Insbesondere am Anfang ist diese Vorgehensweise, wegen begrenzter Pfeilemenge, praktisch unmöglich (später hat man zu viel Geld, um alles sinvoll auszugeben). Mit einer von einem Bekannten herausgefundenen Methode kann man aber auch – fast egal wie schlecht man ist – immer gewinnen: Es ist möglich, eigene Gegenstände mit magischen Effekten zu verzaubern. Auf diese Weise lässt sich eine Rüstung so verzaubern, dass man zu 100 % transparent erscheint und damit unsichtbar ist: Die Gegner bemerken einen nicht mehr und man kann alle Kämpfe ohne Schaden mit der schlechtesten Rüstung überleben: Dies funktioniert nur an sehr wenigen Stellen nicht: z. B. muss man am Ende der Hauptstory einen NPC beschützen, der stirbt, wenn man zu langsam gegen die Gegner kämpft. Ein ebenfalls an vielen Stellen hilfreicher Lösungsansatz ist Durchrennen: Man kann tatsächlich auch einfach nur die Gegner besiegen, die man umbedingt muss und an allen Anderen vorbeirennen.

Das Innere eines Oblivion Hauses
Das Innere eines Oblivion Hauses

Das RPG ermöglicht einige Feinheiten, bleibt hier aber prinzipiell hinter den Möglichkeiten moderner Rollenspiele zurück: Man kann sich Häuser in den verschiedenen Städten kaufen, dort Items ablegen und die Einrichtungsgegenstände dem eigenen Geschmack entsprechend platzieren, was allerdings ein enormer Aufwand und mit größeren Möbeln nicht möglich ist, weil man keine dazu passende Steuerung hat und weil die Bewegung von Gegenständen ohne speziellen Telekinesezauber umständlich und nicht für genaue Arbeiten ausgelegt ist. Außerdem kann man sich ein Pferd kaufen, wobei aber nur ein Einziges den unverzichtbaren Vorteil hat, unsterblich zu sein – alle anderen Pferde fallen im ersten, ernsthaften Kampf und sind daher die (ingame durchaus teure Investition) nur selten Wert.

Graue Stadtszene aus Oblivion
Graue Stadtszene aus Oblivion

Ohne Mods oder Erweiterungen wirkt das Spiel typsich Europäisch: Die Rüstungen (insbesondere die Stärkeren) sehen – anders als bei z. B. Torchlight oder Metin2 – ziemlich klobig aus und viele Teile des Spieles muten ähnlich an: Die Städte sind ziemlich grau (Der Screenshot zeigt hier ein typisches Beispiel), wärend im größten Teil der Natur ein blasser Grünton vorwiegt. Die Erweiterung Shivering Isles ist da eine humorvollere Ergänzung, deren Hauptquest daher wesentlich mehr Spaß macht und durch ihre an einigen Stellen verschlungene düstere und an anderen Stellen farbenprächtige helle Natur die Möglichkeiten einer virtuellen Natur fast schon übertreibt, was dem Spiel – insbesondere unter Betrachtung des Restes – sehr zu Gute kommt.

Eine Landschaft aus den Shivering Isles bei Nacht
Eine Landschaft aus den Shivering Isles bei Nacht

Zusätzlich zu den extra kostenden offiziellen Erweiterungen, gibt es eine riesige Menge von Community-Mods, die das Spiel praktisch beliebig erweitern: Es gibt hunderte Rüstungs- und Waffenmods, die nicht die Balance zerstören, sondern die vorhandenen Rüstungen grafisch aufwerten, NPC Rüstungen und Waffen für Spieler verfügbar machen oder gar komplett eigene Designs enthalten: Diese können von der virtuellen Verarbeitungsqualität mit den Originalen locker mithalten und sind nicht selten wesentlich aufwändiger und besser gestaltet. Auch weitere Nebenquests können im Internet zu Hauf gefunden werden: Dabei brachten im Test mit Wine unter Linux Einige auch das Spiel zum Absturz und führten bei Spielständen, die mit aktiviertem Mod gespeichert wurden, beim Laden – selbst bei wieder deaktiviertem Mod – zum Absturz. Vor dem Einsatz von Mods sind also Datensicherungen angesagt und man sollte wärend dem Testen eines Mods nicht die normalen Quests fortführen, sondern sich auf den Quest des Mods konzentrieren. Auch der Einsatz von zu vielen Mods, führt zu häufigen Abstürzen. Wer auf der Suche nach Mods ist, dem konnte man früher gut http://planetelderscrolls.com empfehlen. Mittlerweile muss man wohl auf die noch größere Plattform TESNexus ausweichen, die zum Download größerer Dateien aber einen Login erfordert.

Das Ma_Sys.ma hat auch einen eigenen Hausmod eintwickelt (ein Mod, der das Spiel um eine zusätzliche Wohngelegenheit zum Ablegen von Items oder Aktivieren eines neuen Levels erweitert: ayleid_ruin(34).


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