mdvl/history(32) Sprache: Deutsch


MDVL Entwicklunsgeschichte

----------------------------------------------------------------------[ Meta ]--

name		mdvl/history
section		32
description	MDVL Entwicklunsgeschichte
tags		overview
encoding	utf8
compliance	public
lang		de
creation	2014/08/20 13:22:13
version		2.0.0.1
copyright	Copyright (c) 2014 Ma_Sys.ma.
		For further info send an e-mail to Ma_Sys.ma@web.de.

------------------------------------------------------------------[ Ursprung ]--

Ursprünglich wurde beim Ma_Sys.ma ständig zwischen diesen Betriebssystemen
gewechselt:

 * Ubuntu i386
 * Windows XP

Dabei waren manchmal beide Systeme gleichzeitig installiert, manchmal nur eines
und hin und wieder wurden auch andere Linuxssysteme wie Sidux (heute Aptosid)
oder Open Suse kurzzeitig verwendet.

Der Aufwand, alle benötigten Programme immer wieder zu installieren, wuchs
jedoch, weshalb die Wechsel mit der Zeit langsamer wurden und schließlich
Ubuntu als alleiniges Hauptsystem verwendet wurde.

-------------------------------------------------------------------[ Xubuntu ]--

Das vom Ma_Sys.ma verwendete Ubuntu war im Wesentlichen ein Ubuntu mit einigen
zusätzlich installierten Paketen und eigenen Einstellungen. Schnell stellte sich
jedoch heraus, dass man mit anderen Fenstersystemen die gleichen Funktionen
für weniger Arbeitsspeicher erhält, sodass zur Variante "`Xubuntu"' (Ubuntu +
XFCE) gewechselt wurde. "`Fluxbuntu"' (Ubuntu + Fluxbox) wurde kurz getestet,
dann wurde jedoch wieder Xubuntu eingesetzt.

Versuche, Einstellungen vollständig zu sichern, sodass man sie nach einer
Neuinstallation wiederherstellen konnte, führten schließlich dazu, dass das
Ma_Sys.ma "`Remastersys"' (vgl. url(https://en.wikipedia.org/wiki/Remastersys))
einsetzte. Damit konnte eine Xubuntu-Live DVD erstellt werden, die alle
Ma_Sys.ma Änderungen enthielt. Diese wurden unter `/etc/ma` und `/etc/skel`
gespeichert.

----------------------------------------------------------[ LXDE und Fluxbox ]--

Mit dem Wissen, dass es noch leichtgewichtigere Fenstersysteme als XFCE gibt,
wurde zunächst für längere Zeit zu LXDE und dann zu Fluxbox gewechselt. Anfangs
blieb dabei das System dennoch ein "`Xubuntu"', obwohl die Besonderheit von
Xubuntu (nämlich XFCE) jetzt nicht mehr verwendet wurde.

--------------------------------------------------------------------[ Ubuntu ]--

Der Live-DVD basierende Ansatz mit Remastersys hatte einen gavierenden
Nachteil: Nach und nach sammelten sich allerlei Programme an, die einmal
installiert und dann nicht mehr benötigt wurden. Viele Einstellungen gingen in
Vergessenheit, sodass eine neue Idee entwickelt wurde: Es sollte ein Script
geben, mit dem man alle benötigten Pakete automatisch installieren und alle
gesonderten Einstellungen automatisieren können sollte. Ein solches Script
stellte sich jedoch als unwartbar heraus, weil man zum Testen immer eine neue
Ubuntu-Installation benötigte und weil man nie vergessen durfte, Änderungen auch
in das Script zu übertragen. Entsprechend wurde das Script trotz zweier Anläufe
nie fertiggestellt.

Um das Problem dennoch anzugehen, wurde das System auf Basis von Ubuntu
neuinstaliert. Dabei blieben weiterhin einige XFCE Programme wie "`Leafpad"'
oder "`Thunar"' im Einsatz und die voreingestellte Gnome-Oberfläche von Ubuntu
blieb als Alternative installiert. Weil sich unter `/etc/ma` nicht nur
Einstellungen, sondern auch Programme befanden, wurde es in `/opt/ma` umbenannt.

----------------------------------------------------------------------[ MDVL ]--

Mit der neuen Ubuntu-basierenden Live-DVD wurde das System erstmals MDVL
genannt. MDVL stand für "`Ma_Sys.ma Development Linux"' (später "`Ma_Sys.ma
Developer Linux"') und enthielt alle nützlichen Ma_Sys.ma Programme und eine
gute Paketauswahl für den Alltagseinsatz.

Programmübersicht
-----------------

In diesem Abschnitt werden die zentralen nicht-Ma_Sys.ma Programme aus MDVL
beschrieben. Dabei wurden im Laufe der neueren Versionen nur geringe Änderungen
vorgenommen, weshalb diese Beschreibung in weiten Teilen heute noch gilt.

MDVL setzte auf Fluxbox als Fenstersystem und nutzte Firefox als Webbrowser und
Thunderbird als E-Mail Client. Zum Schreiben von Texten, konnten OpenOffice.org
und LaTeX verwendet werden. Zum Programmieren waren VIM, jEdit und Eclipse mit
an Bord. Für Bildbearbeitung, war das GIMP installiert, Musik und Videos konnten
mit VLC abgespielt werden. Beim Brennen von CDs und DVDs kam Brasero zum
Einsatz. Als ICQ-Client war Pidgin installiert, als Bildschirmschoner wurde
XScreenSaver benutzt, der bevorzugte Dateimanager war Thunar.

Noch in der ausschließlich auf i386 lauffähigen MDVL Version wurde Thunar später
weitgehend durch VIFM ersetzt.

-------------------------------------------------------------------[ MDVL 64 ]--

Mit dem Kauf eines neuen Systemes, welches dank 6 GiB Arbeitsspeicher dringend
auf 64 Bit angewiesen war, damit ein einzelnes Programm auch einen beliebig
großen Teil davon addressieren konnte, musste MDVL komplett auf 64 Bit portiert
werden. Dazu wurde Ubuntu neuinstalliert und alle Ma_Sys.ma Eränzungen nach
und nach vorgenommen. Es ist zu erwähnen, dass dadurch die 32 Bit Version nicht
mehr richtig gewartet wurde -- die beiden Systeme entwickelten sich auseinander
und Neuerungen aus MDVL 64 wurden nicht nach "`MDVL 32"' übernommen. Dies war
ein weiterer äußerst schwerwiegender Grund gegen den Einsatz von Remastersys als
einziges Sicherungssystem -- mit Remastersys konnte man nämlich nicht einfach
Updates abbilden.

Mit dem Umstieg auf MDVL 64 musste erstmals das Gnome Fenstersystem deinstaliert
werden, um auf der DVD genügend Platz zu schaffen.

---------------------------------------------------------------[ Debian MDVL ]--

Seit dem das Ma_Sys.ma auf eine 64 Bit Ubuntu Version umgestiegen war, gab es
jede Menge Probleme. Der immer problematischer werdende OSS4-Support von Ubuntu,
wobei OSS4 für Descent 3 dringend benötigt wurde, gab schließlich den Ausschlag
für den Umstieg auf das Ubuntu-ähnliche Debian.

Dabei wurde die "`stable"' Version (damals "`Squeeze"') gewählt, die vom
Ma_Sys.ma dann um einige neuere Programme (damals "`Iceweasel 9.0.1"' und
"`Wine"') ergänzt wurde. Wie in einigen MDVL Vorversionen, war auch das
Programm `mdadm` wieder dabei, mit dem man RAID-Systeme einrichten konnte.

Duch den Wechsel auf Debian gab es nun statt Firefox und Thunderbird eben
Iceweasel und Icedove, das JDK7 war -- weil es auch in Debian fehlte -- nicht
enthalten. Mit Hilfe von Listen aus dem mittlerweile nicht mehr in der
Ma_Sys.ma PDF enthaltenen Kapitel "`Konfigurationsdateien und Listen"', ließen
sich aber alle benötigten Programme wieder installieren.

In Debian MDVL tauchte ein vorher schon bei Ubuntu beim Einsatz des Gnome
Desktops beobachtetes Problem wieder auf, bei dem beim Beenden alle Java
Prozesse nicht korrekt mit `SIGTERM` beendet werden, wodurch die Zeiten nicht
korrekt gespeichert werden konnten. Diesmal wurde es jedoch sauber behoben,
indem es nun für MDVL ein eigenes Shutdown-Script namens `mahalt` gab.

Alle neueren Versionen von "`MDVL"' sind automatisch als "`Debian MDVL"' zu
verstehen. Nachträglich kann man zur besseren Unterscheidung von den alten
Versionen, diese mit "`Ubuntu MDVL"' bezeichnen. Außerdem ist bei der
Namensgebung zu beachten, dass "`MDVL 64"' und "`MDVL64"' (einmal mit und einmal
ohne zusätzliches Leerzeichen) komplett austauschbar verwendbar sind. Die
Schreibweise ohne Leerzeichen ist jedoch etwas neuer.

---------------------------------------------------[ Debian MDVL in Packages ]--

Datensicherungen liefen seit langem über Scripte und das System wurde nicht als
Image der Festplatte, sondern mit "`Remastersys"' (einem nicht vom Ma_Sys.ma
gemachten Script zum Generieren einer Live-DVD aus dem momentanen System) als
Live-DVD gesichert. Dabei war aber das Problem entstanden, dass Konfigurationen
auf Computern, die nicht das Hauptsystem waren immer veraltet waren und nur
durch eine Neuinstallation erneuert werden konnten. Besonders schwerwiegend war
natürlich, dass MDVL32 und MDVL64 immer getrennt betrachtet wurden, obwohl beide
das Ziel hatten ein von der Benutzung her identisches System zu sein. Das war
der Hauptgrund, eine schon lange überlegte Alternative zu finden. Früher hatte
es die Idee gegeben, ein Script zu schreiben, mit dem man ein laufendes System
in ein MDVL "`transformieren"' können sollte, was sich aber als äußerst schwer
zu warten herausstellte und das Update-Problem nicht löste.

Daher wurde nach einigem Überlegen(https://lists.debian.org/debian-user/2013/
01/msg01060.html) beschlossen, das Debian Packaging System zu verwenden, um alle
Systeme auf dem neusten Stand zu halten, wofür das Ma_Sys.ma das Script `mdpc`,
das "`Ma_Sys.ma Debian Packaging Control Script"' entwickelte. Mit `mdpc` ließen
sich alle Pakete über einfache Parameter aktualisieren, sodass sie auf allen
MDVL-Computern beim normalen Systemupdate eingespielt wurden. Damit wurde
erstmalig die aktive Wartung von MDVL32 wieder aufgenommen, sodass es von MDVL
aktuelle DVDs für beide Architekturen gab.

Im Zuge von MDVL in Packages wurden einige Scripte entwickelt und die vorher
vorhandene `/opt/ma`-Struktur aufgelöst. Statt dessen wurden MDVL-Scripte jetzt
an korrekte Stellen wie `/usr/bin` geschrieben. Zusätzlich konnten vorher immer
manuell zu installierende Pakete jetzt in das Ma_Sys.ma Repository eingefügt und
so zentral verwaltet werden.

Die Umstellung kostete viel Zeit, fing aber bald an, sich zu rentieren. Durch
eine geschickte Kombination aus Automatisierung und manuelles Erzeugen von
Packages und viele Metapackages (die nur aus Abhängigkeiten bestehen) konnte
MDVL effektiv in Packages abgebildet werden. Die alten Programmlisten wurden
prinzipiell überflüssig und eine saubere Neuinstallation war jederzeit
möglich -- dannach musste nur die Package `mdvl-all` aus dem MDVL-Repository
installiert werden, um wieder ein funktionierendes System zu haben. Als
wichtiger Nebeneffekt kann damit von Jetzt an _jede_ Änderung gegenüber einem
normalen Debian über die zuständigen Packages zurückverfolgt werden.

Die Ergebnisse wurden, wie auch das ursprüngliche Konzept, auf der Debian
Mailingliste `debian-user` veröffentlicht:
url(https://lists.debian.org/debian-user/2013/08/msg00042.html)


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